Primäre Allergieprävention

Ernährungsempfehlungen für Säuglinge und Kleinkinder


Zur Vorbeugung atopischer Erkrankungen wird empfohlen, den Säugling in den ersten vier Monaten ausschließlich zu stillen.

Derzeit gelten etwa ein Drittel aller Neugeborenen als allergiegefährdet. Haupteintrittspforte für Fremdstoffe ist im ersten Lebensjahr der Magen-Darm-Trakt. Folglich stehen Nahrungsmittel als potenzielle Allergene und eine risikoangepasste Ernährung der Säuglinge im Fokus der Allergieprävention.

Allergische Erkrankungen haben in beunruhigendem Maße zugenommen und gehören mittlerweile bei Kindern zu den häufigsten chronischen Erkrankungen überhaupt. Obwohl die medizinische Forschung große Fortschritte gemacht hat und man mittlerweile gut über die immunologischen Abläufe einer allergischen Reaktion Bescheid weiß, kennt man bislang nicht die genauen Ursachen, die zur Entwicklung einer Allergie führen. Folglich bleiben auch die Möglichkeiten einer Therapie begrenzt. Umso mehr gewinnt die Vorbeugung an Bedeutung.


Kann die Mutter nicht stillen, sollten Kinder mit erhöhtem Allergierisiko mindestens bis zum Alter von vier Monaten mit allergenarmer, sogenannter hydrolysierter Säuglingsnahrung gefüttert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) hat in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA), der Deutschen Gesellschaft für Kinderund Jugendmedizin (DGKJ), der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA) Empfehlungen zur frühen Prävention von Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis erarbeitet. Diese drei Krankheitsbilder gehören zum atopischen Formenkreis. Das bedeutet, es gibt eine erbliche Veranlagung, eine oder mehrere Ausprägungen des atopischen Formenkreises zu entwickeln. Kinder, deren Eltern Atopiker sind, haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Die allergievorbeugenden Maßnahmen, die von den Fachgesellschaften empfohlen werden, richten sich sowohl an Risiko- als auch an Nichtrisikokinder. Grundlage der Empfehlungen sind über 200 Studien, die gegliedert nach verschiedenen Themengebieten ausgewertet wurden. Ein Teilbereich der als Leitlinien zur Allergieprävention veröffentlichen Empfehlungen befasst sich mit der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern.

Die Ernährungsempfehlungen:

Zum Nachschlagen und Informieren:

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