Kurz & knapp

Zahngesundheit bei den Kleinsten

Karies oder nicht Karies entscheidet sich in der Zeit kurz nach der Geburt. Frühkindliche Karies entwickelt sich meist bereits in den ersten drei Lebensjahren. Je früher Eltern über Grundlegendes rund um die Mundgesundheit ihrer Kinder informiert werden, desto größer sind die Chancen für das Kind, dass sich Zähne und Kiefer richtig entwickeln können. Ein guter Zeitpunkt, sich auf die Zahngesundheit des Kindes vorzubereiten, ist die Schwangerschaft.

Genau für diese Lebensphase wurde nun ein Patientenratgeber entwickelt, der einerseits den Schwangeren selbst Mundgesundheitstipps vermittelt, andererseits eben auch alles Wissenswerte für die Zeit nach der Geburt und die Verhütung von Zahnschäden und Fehlentwicklungen. Der kleine Ratgeber wurde gemeinsam erarbeitet von der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Zahnheilkunde, dem Zahnärztinnenverband und dem Bundesverband der Kinderzahnärzte. Stichworte sind Behandlungen in der Zeit der Schwangerschaft, Erfahrungen wie Würgereiz und Erbrechen, Zahnfleischveränderungen und professionelle Zahnreinigung, Vorbeugemaßnahmen von Mundkeim-Übertragungen auf das Kind, Nuckel-Tipps und Entwickeln einer gesunden Funktion sowie altersgerechte Zahnpflege. Er kann auf den Websites der Expertenverbände kostenfrei heruntergeladen werden (www.dgaez.de/Patienten, www.dentista-club.de/Expertentipps, www.kinderzahnaerzte.de).

November 2011

Vorsicht: Ansteckend!

Beobachten wir einen Menschen dabei, wie er sich kratzt, so verspüren wir schon bald ebenfalls einen Juckreiz. Dass Jucken ähnlich ansteckend wirkt wie Gähnen, fanden Wissenschaftler an der Wake Forest University in Winston-Salem heraus.

Außerdem entdeckten sie, dass diese Reaktion sehr viel stärker bei Menschen mit einer juckenden Hauterkrankung ausgeprägt ist. Jetzt soll untersucht werden, was genau im Gehirn beim Anblick von Kratzbewegungen passiert. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Methoden zu entwickeln, mit deren Hilfe die Kratzreaktion reguliert und der Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen durchbrochen werden kann.

November 2011

Ein Löffelchen für …

Babybreie werden zunehmend als Trinkbreie angeboten, z. B. in den Geschmacksrichtungen Banane- Apfel mit Reis, Keks, Getreide oder Schokolade. Doch was auf den ersten Blick als äußerst praktisch erscheint, ist für eine bedarfsgerechte Ernährung des Babys wenig geeignet. Die Produkte werden leicht mit Säuglingsmilchnahrungen verwechselt und können damit zu Fehlernährung führen. "Trinkbreie sind Beikost", erklärt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerks "Gesund ins Leben". "Ihr Energiegehalt liegt sehr weit über der empfohlenen Menge von 60 bis 70 Kilokalorien pro 100 Milliliter für Flaschennahrung." Vor dem Hintergrund, dass mehr als 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig sind, sollte ein Zuviel an Kalorien unbedingt vermieden werden. Zahlreiche Studienergebnisse beweisen, dass eine zu hohe Gewichtszunahme gerade im Säuglings- und Kleinkindalter später mit einem erhöhten Risiko für starkes Übergewicht verbunden ist.

Zudem erhöht langes Herumnuckeln am Fläschchen mit Trinkbreien die Gefahr für Frontzahnkaries (Nuckelflaschenkaries).

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Auch wenn das Füttern mit dem Löffel ein wenig Geduld erfordert, ist es wichtig, dass das Kleinkind diese neue Technik erlernt. So kann der empfindliche, allmähliche Lernprozess des Essens halbfester und fester Speisen ernsthaft gestört werden, wenn das altersgerechte Essen von Brei mit dem Löffel unterbleibt. Das Netzwerk "Gesund ins Leben" empfiehlt, zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat mit der Beikost zu starten, während die Babys gleichzeitig noch weiter Muttermilch bekommen. Maria Flothkötter, die Projektleiterin des Netzwerks "Gesund ins Leben", rät zu einem Start mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zur Mittagszeit, allerdings auf dem Löffel.

Quelle: aid infodienst

Weitere Informationen: www.gesund-ins-leben.de

November 2011

Aufrecht gebären

Die aufrechte Gebärhaltung kehrt vermehrt zurück in die Kreißsäle. Sie erscheint allein aufgrund der natürlichen Hilfe durch die Schwerkraft als logisch. Haben früher die Frauen im Sitzen, im Hocken – meist während sie sich irgendwo festhielten – geboren, vollzog sich Anfang des 18. Jahrhunderts, beim Wechsel von der Hebammen-Geburtshilfe zur ärztlichen Geburtshilfe, die entscheidende Wende. Immer häufiger wurden auch normale Geburten – und nicht nur wie ursprünglich bei schwierigen Geburtsverläufen – in Rückenlage durchgeführt. Für die Rückkehr zur aufrechten Gebärhaltung sprechen einige wissenschaftliche Untersuchungen, die den günstigen Einfluss auf Geburtsparameter, Geburtsschmerz sowie auf das Wohlbefinden von Mutter und Kind bestätigen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V.

November 2011

Runter vom Sofa

Die Schwangerschaft ist für den Körper eine anstrengende Zeit. Das bedeutet aber nicht, dass in dieser Zeit nur noch geruht werden soll. Ganz im Gegenteil. Das Netzwerk "Gesund ins Leben" empfiehlt werdenden Müttern, mindestens 30 Minuten täglich körperlich aktiv zu sein. "Sportliche Aktivität mit mäßiger Intensität in der Schwangerschaft bringt Vorteile für Mutter und Kind", bestätigt Prof. Klaus Vetter von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und Mitglied im Expertenrat des Netzwerks, "beispielsweise kommt es zu weniger Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes und insgesamt kann die Geburt erleichtert werden." Dabei sind Sportarten, die große Muskelgruppen beanspruchen und bei denen die Herz-Kreislauf-Belastung moderat ist, ideal. Schwimmen, Wandern, Nordic Walking oder Radfahren gehören dazu. "Reden" sollte während des Sports immer noch ohne Luftnot möglich sein. Mit diesem "Talk-Test" kann die Schwangere sichergehen, sich nicht zu überfordern. Neue Sportarten und Bewegungsabläufe sollten allerdings eher nicht ausprobiert werden, denn durch die Gewichtszunahme werden Gelenke und Bänder zunehmend belastet.

Die Handlungsempfehlungen des Netzwerks "Gesund ins Leben" stehen unter www.gesund-ins-leben.de als Download zur Verfügung.

November 2011

Babys können mit drei Monaten Gefühle "hören"

Das Gehirn kann Stimmen und Emotionen sehr viel früher verarbeiten als bislang angenommen. Bereits mit drei Monaten reagieren Babys auf Gefühle in der menschlichen Stimme. Londoner Wissenschaftler haben im Rahmen einer Studie mittels funktioneller Magnetresonanztomographie aufgezeichnet, wie das Gehirn schlafender Kinder auf verschiedene Geräusche reagiert, die Emotionen transportieren wie z. B. Lachen und Weinen. Ein Teil des Gehirns, der so genannte temporale Kortex, wurde beim Abspielen von menschlichen Stimmen aktiviert, so, wie dies auch bei Erwachsenen der Fall ist. Das limbische System des Gehirns reagierte stark auf negative oder traurige Geräusche, machte jedoch bei neutralen und glücklichen Geräuschen keinen Unterschied. Wie die Wissenschaftlerin Evelyne Mercure erklärte, ist damit einer der seltenen Nachweise gelungen, dass im Gehirn bereits sehr früh spezialisierte Bereiche existieren.

August 2011

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Viele Patienten sind durch Beipackzettel verunsichert. Eine Umfrage im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zeigte: Jeder Zweite bewertete Beipackzettel als eher unverständlich oder schlecht lesbar. 58 Prozent fanden die Angaben zu kompliziert oder zu ausführlich, 37 Prozent gaben an, dass ihnen der Beipackzettel Angst mache. "Wer von einer langen Liste der möglichen Nebenwirkungen verunsichert ist, sollte unbedingt mit dem Arzt oder Apotheker darüber sprechen. Das ist besser als Medikamente gar nicht einzunehmen oder die Behandlung vorzeitig abzubrechen", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA.

August 2011

Allergie-Risiko-Check

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat vor vier Jahren den Nationalen Aktionsplan gegen Allergien initiiert, um die Lebensqualität für Allergiker zu erhöhen und den Zugang zu verlässlichen Informationen rund um das Thema Allergien zu erleichtern. Die Broschüre "Allergie-Risiko-Check" wendet sich an werdende Eltern. In einer Tabelle können Angaben zur Verbreitung von Allergien in der Familie der werdenden Eltern gesammelt werden. Eine Auswertung hilft dabei abzuschätzen, ob besondere Maßnahmen zur Allergieprävention für das Kind ergriffen werden sollten.

Der Allergie-Risiko-Check kann im Internet online durchgeführt oder als Broschüre heruntergeladen bzw. bestellt werden. www.aktionsplan-allergien.de

Mai 2011

Abgeschminkt

Experten warnen vor dem wahllosen Gebrauch von Kinderschminke. Einige Produkte enthalten allergieauslösende Substanzen wie Duft- und Konservierungsstoffe, die die empfindliche Kinderhaut reizen und eine Kontaktallergie auslösen können. Die Häufigkeit von Kontaktallergien bei Kindern hat sich in den letzten Jahren verdoppelt.

(Quelle: Europäische Akademie für Allergie und Klinische Immunologie (EAACI))

Mai 2011

Lebensmittelallergie bei Kindern

Rund 17 Millionen Menschen in Europa leiden unter Lebensmittelallergien, davon sind 3,5 Millionen jünger als 25. Die Anzahl der betroffenen Kinder bis fünf Jahre hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt; die Zahl der Notaufnahmen von Kindern mit schwerwiegenden allergischen Reaktionen hat sich in diesem Zeitraum versiebenfacht. Kinder in ganz Europa reagieren besonders häufig allergisch auf Milch, Eier und Nüsse, die auch die häufigsten Auslöser von allergischen Schocks sind.

(Quelle: Europäische Akademie für Allergie und Klinische Immunologie (EAACI))

Mai 2011

Lichttherapie gegen Depressionen

Etwa 10 Prozent aller Schwangeren leiden an einer behandlungsbedürftigen Depression. Unbehandelt kann diese Erkrankung nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Ungeborene schwere Folgen haben, beispielsweise in Form von Frühgeburten, Geburtskomplikationen und niedrigem Geburtsgewicht. Aus Angst vor den Risiken und Nebenwirkungen möchten viele Frauen aber während der Schwangerschaft auf die Einnahme von antidepressiven Medikamenten verzichten. Psychotherapie und andere bei Depressionen eingesetzte Interventionen alleine helfen aber oft nicht ausreichend. Wie Forscher der Universität Basel nun durch Studienergebnisse belegen, könnte Lichttherapie eine Behandlungsalternative sein. Lichttherapie hat sich in der Behandlung von verschiedensten Formen von Depressionen bereits bewährt; zudem ist sie für das Ungeborene ungefährlich.

(Quelle: Uni Basel)

Mai 2011

Medikamente nicht mit Tee- oder Esslöffel dosieren

Kinderärzte raten dringend davon ab, Löffel bei der Dosierung von flüssiger Kindermedizin zu verwenden. Tee- oder Esslöffel sind ein sehr ungenaues Maß für die Verabreichung von Medikamenten. Eine in Griechenland durchgeführte Untersuchung zeigte, dass das Füllvolumen der Löffel zwischen 2,5 und 7,3 ml, also beinahe um den Faktor 3, schwanken kann. Selbst bei den standardisierten Teelöffeln gab es Unterschiede zwischen 3,9 und 4,9 ml. Statt eines normalen Löffels sollten daher besser spezielle Plastiklöffel oder -becher mit Skala für die Milliliterwerte benutzt werden. "Kinder brauchen oft nur sehr kleine Mengen eines Arzneisaftes, zum Beispiel einen halben Teelöffel. Solche Dosierungen lassen sich oft nur mit einer Dosierspritze korrekt abmessen", erklärt Apotheker Dr. Wolfgang Kircher von der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Dieses Hilfsmittel bekommen Eltern in ihrer Apotheke.

Mai 2011

Kraftfutter für Kinderhirne

Gerade in den ersten Lebensjahren sollten Kinder wieder viel mehr Gelegenheit zum spielerischen Singen haben. Eine umfangreiche Studie mit 500 Kindergartenkindern liefert überzeugende Belege dafür, dass spielerisches Singen die Entwicklung von Kindergartenkindern in allen körperlichen, geistigen und sozialen Bereichen fördert. Dies gilt besonders für die Sprachentwicklung, das Sozialverhalten und die Aggressionsbewältigung. Eine Begründung dafür liefern neurobiologische und physiologische Studien, wonach Singen u. a. zur vermehrten Produktion von Glücks- und zum Abbau von Aggressionshormonen führt. Deshalb bezeichnet der bekannte Göttinger Neurobiologe und Experte für die frühkindliche Hirnentwicklung Gerald Hüther auch das Singen als "Kraftfutter für Kinderhirne".

Die Studie wurde von Dr. Thomas Blank (Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld) und Dr. Karl Adamek (Universität Münster) gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Münster durchgeführt.

März 2011

Familienbande

Zweieinhalb bis vier Millionen Kinder in Deutschland haben ein chronisch krankes Geschwisterkind. Ein krankes Kind zu versorgen, verlangt nicht nur den Eltern einiges ab und erfordert nicht selten deren gesamte Aufmerksamkeit, sondern auch den anderen Kindern in der Familie. Die bundesweite Initiative FamilienBande möchte belasteten Geschwistern helfen und engagiert sich gemeinsam mit Wissenschaftlern und Partnern aus dem Gesundheits-, Sozial- und Familienbereich für diese Kinder und deren Familien. Weitere Informationen unter: www.initiative-familienbande.de

März 2011

Frische Luft für die Bronchien

Das richtige Beheizen einer Wohnung will gelernt sein. Wer zu wenig lüftet, das Fenster ständig kippt, zu viel heizt oder eine ungünstig hohe oder niedrige Luftfeuchte hat, begünstigt nicht nur Schimmelpilz an den Wänden, sondern kann auch sich selbst Krankheiten einhandeln. Schimmel kann teils Allergien auslösen und Asthmasymptome fördern, jedoch auch anfälliger für Erkältungen und andere Infekte machen. Die meisten Schimmelpilze gedeihen ab rund 80 Prozent Feuchtigkeit. Die ideale Luftfeuchte in Räumen liegt bei einem Wert zwischen 40 und 60 Prozent. Julia Hurraß, Leiterin der Abteilung Wohnmedizin am Universitätsklinikum Freiburg, empfiehlt eine regelmäßige Stoßlüftung für fünf Minuten. Das senkt die Luftfeuchte und zugleich auch die Gefahr, dass Chemikalien bei starker Beheizung aus der Wohnungseinrichtung oder aus Baustoffen ausgasen und sich in der Luft anreichern.

März 2011

Kinder mit Behinderung gestalten Kunstkalender

Für 13 Kinder mit Körperbehinderung ging jetzt ein Traum in Erfüllung. Ihre Gemälde wurden von über 100 Bildern für den Jahreskalender Kleine Galerie 2011 ausgewählt. „Draußen in der Natur“ lautet der Titel, zu dem die kleinen Künstler farbenfrohe Bilder malten. Der Kalender wird derzeit in den Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderung hergestellt. Er ist nicht im Handel erhältlich, kann aber gegen eine freiwillige Spende beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. bestellt werden. Reservierungen nimmt der BSK ab sofort entgegen: Tel.: 06294/42810 oder per E-Mail: info@bsk-ev.org oder Fax: 06294/4281-79. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.bsk-ev.org

November 2010

Kalter Rauch schadet Babyhaut

Wissenschaftler des Instituts für Hygiene und Biotechnologie (IHB) an den Hohenstein Instituten haben sich mit der Frage beschäftigt, ob und in welchem Ausmaß kalter Zigarettenrauch, der Kleidungsstücken anhaftet, die Gesundheit von Säuglingen beeinträchtigt. Dazu verwendeten die Forscher ein eigens entwickeltes Zellkultur-Modell einer Babyhaut, auf das sie verrauchte Stoffstücke legten. Die Ergebnisse sind eindeutig. Das Nervengift Nikotin wurde vom Schweiß aus der Kleidung herausgelöst, war in allen Hautschichten der Babyhaut nachweisbar und wurde sogar durch die Haut hindurch in tiefere Körperschichten transportiert. Ein weiteres Laborexperiment zeigte, dass die im Schweiß gelösten Schadstoffe die Hautzellen massiv schädigten. „Eltern sollten sich bewusst sein, dass ihre eigene Kleidung als Überträger der Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch dienen kann“, erklärt Prof. Dr. Dirk Höfer, Direktor des IHB.

November 2010

Versicherungsschutz für Babysitter

Einen Babysitter zu finden, der zuverlässig, einsatzfreudig und kompetent ist, gleicht schon fast einem Lottogewinn. Eltern, die endlich auch einmal wieder ins Kino gehen oder Freunde besuchen wollen, wissen einen solchen Schatz sehr zu schätzen. Doch wie muss ein Babysitter versichert sein? Muss man ihn überhaupt versichern? Hat nicht auch ein Babysitter eine Haftpflichtversicherung, die einspringt, wenn ihm im fremden Haushalt ein Missgeschick passiert?

Antworten auf diese Fragen gibt das Faltblatt „Babysitter auswählen, einweisen, versichern“, das die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) zusammen mit der Unfallkasse Berlin und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft herausgegeben hat. Eltern erfahren darin u. a., dass sie einen Babysitter zur gesetzlichen Unfallversicherung anmelden müssen. Diese Versicherung ist nicht teuer, trägt aber im Falle eines Unfalls des Babysitters alle Kosten der medizinisch notwendigen Behandlung und Rehabilitation. Für einen Babysitter wiederum, der nur ab und zu arbeitet, ist es ratsam, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die Familienversicherung des „Arbeitgebers“ wiederum kann auch Personen einbeziehen, die in dessen Haushalt oder Garten beschäftigt sind. Hier lohnt sich ein Blick in die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Das Faltblatt kann im Internet unter www.das-sichere-haus.de/Broschueren/Kinder heruntergeladen oder bestellt werden.

November 2010
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