Antibiotika ohne Rezept kaufen – Ein Antibiotikum rezeptfrei online bestellen

Als Antibiotika werden Medikamente bezeichnet, die in erster Linie zur Therapie von bakteriellen Infektionen dienen. Dabei unterstĂŒtzen sie das Abwehrsystem dabei, die Bakterien zu bekĂ€mpfen.

Antibiotika rezeptfrei in Deutschland kaufen – Das Online Rezept macht es legal möglich

Online Rezept

  • In Deutschland kann man rezeptpflichtige Antibiotika Tabletten und Salben ohne Ă€rztliches Rezept online bestellen.
  • Es ist möglich Antibiotika rezeptfrei und legal in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch die Ausstellung eines Online Rezepts per Ferndiagnose zu erwerben. Die EU-Verordnung zur MobilitĂ€t der Patienten bietet die rechtliche Grundlage hierfĂŒr.
  • Nachdem online ein Formular zur Krankheitsgeschichte des Patienten ausgefĂŒllt wurde, wird das PrĂ€parat von einer Versandapotheke zum Kunden gesendet.

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Diese Apotheken bieten Antibiotika per Ferndiagnose in Deutschland, Österreich und der Schweiz an:

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Bei DokterOnline erhÀltliche PrÀparate:

  • Amoxicillin (Amoxi)
  • Ampicillin
  • Augmentan (Augmentin)
  • Azithromycin
  • Bactroban
  • Cefixim (Suprax)
  • Cephalexin (Cefalexin)
  • Ciprofloxacin
  • Ciproxin (Ciprofloxacin)
  • Clarithromycin
  • Co-Amoxiclav
  • Co-Fluampicil
  • Dalacin 2% Creme
  • Dalacin C
  • Doxycyclin
  • Erythromycin
  • Flagyl
  • Flucloxacillin
  • Fosfomycin
  • Gentamicin
  • Keflex (Cefalexin)
  • Macrobid
  • Minocyclin (Minocin)
  • Nitrofurantoin
  • Ofloxacin
  • Oraycea (Efracea, Oracea)
  • Oxytetracyclin
  • Phenoxymethylpenicillin
  • Tarivid (Ofloxacin)
  • Tetracyclin
  • Tetralysal
  • Trimethoprim
  • Xifaxanta (Xifaxan)
  • Zinnat
  • Zithromax

Weitere Anbieter fĂŒr Antibiotika per Online Rezept

 

Worum handelt es sich bei Antibiotika?

Unter Antibiotika werden Arzneimittel oder Wirkstoffe verstanden, die gegen bakterielle Infektionen vorgehen. Ein Antibiotikum nimmt Einfluss auf den Stoffwechsel von Mikroorganismen wie Bakterien. Dabei hemmen sie deren Vermehrung oder töten sie ab. Gegen Infektionen durch Viren bleiben sie allerdings wirkungslos.

Manche Antibiotikaklassen finden auch als Zytostatika oder Immunsuppressiva Verwendung.

Antibiotika gegen Infektionen

Von einer Infektion ist die Rede, wenn ein Krankheitserreger in einen Organismus vordringt und sich dort vermehrt, was wiederum zu einer Reaktion des Wirtskörpers fĂŒhrt. Bei einer Infektion durch Bakterien kommt es zu typischen Symptomen wie EntzĂŒndungen und Fieber.

Infektionen bilden sich entweder exogen oder endogen. Bei einer exogenen Infektion kommt es zum Eindringen der Keime von außerhalb in den Körper, wie zum Beispiel bei Wundinfektionen oder Infektionen der Atemwege.

Seltener entstehen endogene Infektionen. Dabei stammen die Krankheitserreger aus dem eigenen Körper wie zum Beispiel der Hautflora oder der Darmflora, die normalerweise harmlos sind. Als typische endogene Infektion gilt die Harnwegsinfektion.

Gegen welche Erkrankungen wirkt ein Antibiotikum?

Hilfreich ist der Einsatz von Antibiotika gegen zahlreiche bakterielle Erkrankungen. Dazu gehören u. a.:

  • bakterielle HarnwegsentzĂŒndungen wie eine EntzĂŒndung der Harnblase (Zystitis)
  • eine bakterielle Bronchitis
  • bakterielle LungenentzĂŒndungen wie zum Beispiel durch Pneumokokken
  • eine bakterielle Sinusitis (NasennebenhöhlenentzĂŒndung)
  • eine bakterielle MandelentzĂŒndung wie eine eitrige Angina
  • bakterielle MittelohrentzĂŒndungen
  • eitrige Hautinfektionen
  • bakterielle Wundinfektionen
  • bakterielle Darminfekte
  • Vergiftungen durch verdorbene Lebensmittel
  • eine HirnhautentzĂŒndung (Meningitis)
  • Scharlach
  • Gonorrhoe (Tripper)
  • Zecken-Borelliose

Wann sind Antibiotika wirkungslos?

In manchen FÀllen kann die Gabe von Antibiotika sogar lebensrettend sein. Gegen Viren sind die Antibiotika jedoch wirkungslos. Zu Beginn der Behandlung ist nicht immer gleich zu erkennen, ob es sich um eine Infektion durch Viren oder Bakterien handelt, weil sich die Symptome Àhneln.

GrundsÀtzlich wirkungslos sind Antibiotika bei viralen Erkrankungen wie:

  • den meisten grippalen Infekten mit Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber und Husten
  • einer Influenza-Grippe
  • Masern
  • zahlreichen DarmentzĂŒndungen, die mit Durchfall einhergehen

Woher stammen die Antibiotika?

Die Bildung der antibiotischen Stoffe erfolgt in Form von natĂŒrlichen SekundĂ€rmetaboliten von Bakterien, Pilzen sowie höheren Organismen wie Pflanzen, Manteltieren oder Amphibien. Dabei werden beispielsweise direkte Konkurrenten um die Ressourcen ausgeschaltet oder das Immunsystem gegen Infektionen unterstĂŒtzt.

FĂŒr antibiotische Arzneimittel lĂ€sst sich auf teilsynthetische, vollsynthetische oder biotechnologische Stoffe zurĂŒckgreifen. Die Herstellung der Antibiotika findet zumeist aus Bakterien oder Pilzen statt, bei denen aufgrund von Modifikationen zu den WildstĂ€mmen eine Steigerung der Produktion erfolgt. Dabei finden Manipulationen auf sĂ€mtlichen Gebieten der Genexpression statt.

Geschichte der Antibiotika

Als Antibiotikum, das zuerst entdeckt wurde, gilt das Arsphenamin, das der deutsche Mediziner Paul Ehrlich (1854-1915) im Jahr 1910 einfĂŒhrte. Mit dem Schmalspektrum-Antibiotikum ließ sich zum ersten Mal Syphilis wirksam und beinahe risikolos behandeln, sodass es als erstes Antibiotikum auf den Markt gelangte. Das Arsphenamin wurde spĂ€ter durch modernere Wirkstoffe ersetzt.

Der schottische Bakteriologe Alexander Fleming (1881-1955) forschte 1928 in London an einer verschimmelten Staphylokokkenkultur, die in Vergessenheit geraten war. Fleming entdeckte in der Bakterienkultur einen Schimmelpilz mit Namen Penicillium notatum, durch den das Vermehren von Pilzen in dessen Nachbarschaft unterbunden wurde. So wirkte der Stoff tödlich auf die Mikroorganismen. Fleming gab der Substanz die Bezeichnung Penicillin. Erste Behandlungen mit Penicillin fanden ab 1941 statt.

Penicillin

Das Penicillin brachte den medizinischen Durchbruch fĂŒr die Antibiotika. So ließen sich in den folgenden Jahren immer weitere antibiotische Wirkstoffe wie Tetracyclin, Streptomycin, Aureomycin oder Chloramphenicol entdecken. In der Gegenwart werden die meisten Antibiotika von Naturstoffen abgeleitet. Als wichtigster Hersteller der antibiotischen Stoffe gilt der Schimmelpilz Penicillium chrysogenum, aus dem Penicillin gewonnen wird. Das Penicillin wird von Laien auch heute noch als Begriff fĂŒr Antibiotika gesehen.

Die Produktion der Antibiotika erfolgt aus Naturstoffen, aber auch aus chemisch verĂ€nderten Semisyntheseprodukten, deren Ableitung aus natĂŒrlichen Produzenten stattfindet. Oft kommt es außerdem zu vollsynthetischen Herstellungen.

In der Gegenwart gehören die Antibiotika zu den Medikamenten, die am hÀufigsten verschrieben werden. Mehr als 8000 antibiotische Substanzen sind bislang bekannt. Etwa 80 Prozent lassen sich zu therapeutischen Zwecken verwenden.

Einteilung nach Wirksamkeit

Nach ihrer Wirkungsweise lassen sich die Antibiotika in zwei Arten untergliedern. So gibt es bakteriostatische sowie bakterizide Antibiotika.

Bakteriostatisch bedeutet, dass das Antibiotikum die Bakterien daran hindert, sich zu vermehren. Abgetötet werden die Mikroorganismen jedoch nicht. Bakterizide Antibiotika töten die Bakterien dagegen ab, indem sie zum Beispiel ihre Zellwand auflösen. Bei den bakteriziden antibiotischen Stoffen wird wiederum zwischen primĂ€ren und sekundĂ€ren Antibiotika differenziert. PrimĂ€re Antibiotika wirken gegen proliferierende und ruhende Bakterien, wĂ€hrend sekundĂ€re Antibiotika ihre Wirksamkeit ausschließlich gegen proliferierende Bakterien entfalten.

Wirkung

Als Ansatzpunkt fĂŒr die Wirkung der Antibiotika dienen Mechanismen und Strukturen, die nur in den Zellen von Bakterien, nicht aber in denen von Menschen und Tieren zu finden sind. Zum Beispiel erfolgt die Wirkung durch das Hemmen der bakteriellen Zellwandsynthese durch eine DNA-Replikation, eine Synthese der FolsĂ€ure oder eine Proteinsynthese am Ribosom. So handelt es sich bei Bakterien um die einzigen Organismen, die ĂŒber eine Zellwand aus Murein verfĂŒgen.

Murein ist ein Zucker, der ausschließlich in Bakterien vorkommt. Andere Lebensformen sind hingegen nicht imstande, Murein herzustellen. DarĂŒber hinaus besitzen die Bakterien andere Ribosomen fĂŒr die Biosynthese von Protein. Ebenso sind andere Enzyme zur DNA-Replikation enthalten als beim Menschen. Im Unterschied zu den Bakterien vermögen die menschlichen Zellen auch keine FolsĂ€ure zu bilden. Stattdessen erfolgt die Aufnahme der FolsĂ€ure durch die Nahrung. Auf diese Weise sind die Antibiotika fĂŒr die Menschen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig gut vertrĂ€glich.

Antibiotika, die auf eine Vielzahl von Bakterien wirken, tragen die Bezeichnung Breitbandantibiotika.

Die Antibiotika haben folgende Wirkmechanismen:

  • Sie hemmen die Zellwandsynthese
  • Sie hemmen die Proteinsynthese
  • Sie hemmen die DNA-Replikation
  • Sie stören die Zellmembran
  • Sie blockieren den FolsĂ€urestoffwechsel
  • Sie schĂ€digen MakromolekĂŒle wie von Proteinen und der DNA

Wichtige Vertreter der Antibiotika

Beta-Lactam-Antibiotika (ß-Lactame)

Zu den verschiedenen Gruppen der Antibiotika zĂ€hlen die Beta-Lactam-Antibiotika. Sie sorgen fĂŒr das Hemmen der bakteriellen Zellwandsynthese und dienen zur Therapie unterschiedlicher Infektionskrankheiten durch Bakterien. Ihr Wirkungsspektrum erstreckt sich auf gram-positive sowie gram-negative Erreger. Zu den ß-Lactamen gehören Stoffe wie:

  • Penicilline
  • Carbapaneme
  • Cephalosporine
  • Monobactame

Makrolide

Als Makrolide werden antibiotische Wirkstoffe bezeichnet, die sowohl bakteriostatisch als auch bakterizid wirken. Sie binden sich an die 5OS-Subeinheit der Ribosomen, was das Hemmen der bakteriellen Proteinsynthese zur Folge hat. Ein Nachteil der Makrolide ist, dass bei ihnen ein erhöhtes Risiko fĂŒr Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen besteht. Grund dafĂŒr ist ihre Hemmung von P-Glykoprotein und CYP-450-Isoenzymen.
Bekannte Makrolid-Antibiotika sind:

  • Erythromycin
  • Clarithromycin
  • Azithromycin

Chinolone

Chinolone zĂ€hlen zu den bakteriziden Antibiotika. Durch sie werden bakterielle Enzyme wie Topoisomerase II und Topoisomerase IV gehemmt, die fĂŒr die Replikation der DNA ĂŒberaus wichtig sind. Einige Chinolone mĂŒssen auf nĂŒchternen Magen eingenommen werden. Zu ihren Vertretern gehören:

  •  Levofloxacin
  • Ciprofloxacin
  • Ofloxacin
  • Moxifloxacin
  • Norfloxacin

Aminoglykoside

Im Unterschied zu den meisten anderen Antibiotika lassen sich Aminoglykoside nicht oral verabreichen, sondern gelangen in Form von Injektionen, Cremes, Augentropfen oder Ohrentropfen zum Einsatz. Bei einer innerlichen Darreichung drohen SchÀdigungen von Nieren und Gehör. Zu ihren Wirkstoffen zÀhlen:

  • Streptomycin
  • Neomycin
  • Tobramycin
  • Gentamycin
  • Framycetin (Neomycin B)
  • Netilmycin
  • Paromomycin

Rifamycine

Bei Rifamycinen handelt es sich um makrocyclische Lactame. Sie entstehen aus Bakterien, die der Familie der Pseudonocardiaceae angehören. Es ist aber auch ihre synthetische Herstellung möglich. Die Rifamycine entfalten ihre Wirkung gegen verschiedene Bakterienarten. Besonders wirksam sind sie gegen Mykobakterien. Zu ihren Anwendungsgebieten zÀhlen insbesondere Lepra und Tuberkulose. Bekannte Wirkstoffe sind:

  • Rifamycin
  • Rifampicin
  • Rifabutin
  • Rifapentin
  • Rifamycin B
  • Rifaximin

Nitroimidazole

Nitroimidazole dienen zur Therapie von Infektionserkrankungen durch anaerobe Bakterien. DarĂŒber hinaus lassen sie sich gegen Parasiten wie Protozoen verwenden. Bei einigen Wirkstoffen wie Metronidazol dĂŒrfen die Patienten wĂ€hrend der Behandlung keinen Alkohol zu sich nehmen. Angehörige der Gruppe der Nitroimidazole sind:

  • Metronidazol
  • Ornidazol
  • Flexinidazol
  • Benznidazol
  • Tinidazol
  • Secnidazol

Glykopeptid-Antibiotika

Die Glykopeptid-Antibiotika verfĂŒgen sowohl ĂŒber bakteriostatische als auch bakterizide Effekte. Sie wirken allein gegen gram-positive Bakterien. Sie binden sich ans Ende des Peptidoglycans und rufen eine PermeabilitĂ€t der bakteriellen Zellmembran sowie der RNA-Synthese hervor. Zu den Glykopeptid-Antibiotika gehören:

  • Dalbavancin
  • Vancomycin
  • Oritavancin
  • Telavancin
  • Teicoplanin

Oxazolidinone

Oxazolidinone werden gegen aerobe grampositive sowie anaerobe Bakterien verabreicht. Sie verfĂŒgen ĂŒber die Eigenschaft, sich an bakterielle Ribosomen zu binden. Auf diese Weise wirken sie der Entstehung eines funktionellen 70S Initiationskomplexes entgegen. Ihre Wirkstoffe sind:

  • Tedizolid
  • Linezolid

Tetrazykline

Zu den bekanntesten Vertretern der Antibiotika zĂ€hlen die Tetrazykline, bei denen es sich um Breitspektrumantibiotika handelt. Sie kommen gegen bakterielle Infektionskrankheiten, Akne oder Rosazea zur Anwendung. Dabei verfĂŒgen sie ĂŒber entzĂŒndungshemmende und antiparasitĂ€re Effekte. Sogar zur PrĂ€vention von Malaria eignen sie sich.
Die Tetrazykline hemmen die Proteinsynthese, indem sie sich an die 30S-Subeinheit der Ribosomen binden. Durch Milch oder andere Lebensmittel kann die Aufnahme der Tetrazykline beeintrÀchtigt werden. Der Gruppe der Tetrazykline gehören Wirkstoffe an wie:

  • Tetracyclin
  • Chlortetracyclin
  • Doxycyclin
  • Minocyclin
  • Demeclocyclin
  • Lymecyclin
  • Tigecyclin
  • Sarecyclin
  • Oxytetracyclin

Weitere Antibiotika-Vertreter sind:

  • Fenicole wie Chloramphenicol
  • FolsĂ€ure-Antagonisten wie Sulfamethoxazol
  • Trimethoprim
  • Lincosamide wie Clindamycin
  • Nitrofurane wie Nitrofurantoin
  • PhosphonsĂ€urederivate wie Fosfomycin
  • Pleuromutiline wie Retapamulin
  • Polymyxine wie Colistimethat
  • Polypeptid-Antibiotika wie Gramicidin, Bacitracin und Tyrothricin
  • Steroid-Antibiotika wie FusidinsĂ€ure
  • Tuberkulostatika zur Behandlung von Tuberkulose
  • zyklische Lipopeptide wie Daptomycin

Darreichungsformen

Antibiotika lassen sich auf unterschiedliche Weise darreichen. So werden sie angeboten in Form von:

  • Tabletten
  • Kapseln
  • Infusionen
  • Sirup
  • Granulat
  • Suspensionen

Des Weiteren stehen PrĂ€parate zur Ă€ußeren Anwendung zur VerfĂŒgung wie:

  • Salbe
  • Creme
  • Nasensalbe
  • Augensalbe
  • Augentropfen
  • Ohrentropfen
  • Lutschtabletten gegen Halsschmerzen

Antibiotika unterliegen in Deutschland der Verschreibungspflicht. Sie sind in der Apotheke gegen Vorlage eines Àrztlichen Rezepts erhÀltlich.

Bei einigen Arzneimitteln erfolgt eine Kombination zur Behebung von Antibiotika-Resistenzen wie die ClavulansÀure oder Beta-Lactamase-Inhibitoren.

Dosierung

In welcher Dosis Antibiotika dargereicht werden, richtet sich nach dem jeweiligen Mittel sowie den bestehenden Beschwerden. Bei den meisten Medikamenten findet die Gabe Ă€ußerlich lokal, parenteral oder peroral statt.

Bei der Anwendung zu bedenken sind EinflĂŒsse durch bestimmte Lebensmittel. Ebenso muss an die VertrĂ€glichkeit der Arzneimittel gedacht werden.

In der Regel erfolgt die Darreichung der Antibiotika fĂŒr eine bestimmte LĂ€nge der Behandlung wie beispielsweise 3, 7 oder 14 Tage. Mitunter wird das PrĂ€parat aber auch nur in einer einzelnen Dosis zugefĂŒhrt.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bei der Gabe von Antibiotika treten mitunter auch störende Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln auf. So vermindern zum Beispiel Antazida zur Neutralisierung der MagensÀure sowie bestimmte Mineralstoffe und Spurenelemente die Aufnahme der antibiotischen Wirkstoffe. Davon betroffen sind vor allem Chinolon und Tetrazykline.

Die Gabe von Antibiotika kann außerdem die Wirksamkeit von hormonellen VerhĂŒtungsmitteln aufgrund von VerĂ€nderungen der Darmflora vermindern. Es wird daher eine zusĂ€tzliche VerhĂŒtung mit anderen Mitteln wie beispielsweise einem Kondom empfohlen.

Einige Antibiotika verstĂ€rken die Wirkungseigenschaften von blutverdĂŒnnenden Arzneimitteln. Medikamente gegen zu hohe Blutfette oder ein Übermaß an MagensĂ€ure binden wiederum andere Wirkstoffe an sich, wodurch sich die Wirkung der Antibiotika reduziert.

Wer rezeptfreie Arzneimittel, diÀtetische Lebensmittel oder NahrungsergÀnzungsmittel zu sich nimmt, sollte eine Liste dieser PrÀparate erstellen und sie mit dem Arzt oder Apotheker besprechen.

Auch Nahrungs- und Genussmittel können Auswirkungen auf Antibiotika haben

Es gibt verschiedene Lebens- oder Genussmittel, die Einfluss auf antibiotische Stoffe nehmen. Dazu gehört u. a. Alkohol, der ĂŒberaus zurĂŒckhaltend wĂ€hrend der Antibiotikatherapie genossen werden sollte. So besteht das Risiko von Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Abfall des Blutdrucks oder Herzrhythmusstörungen.

DarĂŒber hinaus gehen einige antibiotische PrĂ€parate Verbindungen mit Kalzium ein, das insbesondere in Milch und Milchprodukten wie KĂ€se oder Joghurt vorkommt. Der Körper kann diese Verbindung nicht in ausreichendem Maße verwerten, was sich dann negativ auf das Antibiotikum auswirkt. Wer nicht auf den Genuss der Milcherzeugnisse verzichten möchte, ist gut beraten, mindestens zwei Stunden zwischen der Gabe des Medikaments und dem Essen vergehen zu lassen.

Eine weitere BeeintrĂ€chtigung der Antibiotika ist durch die Einnahme von bestimmten NahrungsergĂ€nzungsmitteln möglich. Dies gilt besonders fĂŒr Produkte mit Eisen, Kalzium und Magnesium. Es ist also auch in diesem Fall ein Abstand von wenigstens zwei Stunden zwischen der Gabe der antibiotischen Mittel und der NahrungsergĂ€nzung einzuhalten.

Umgekehrt verstÀrken Antibiotika die Wirkung von Koffein in Kaffee und Cola. Bei empfindlichen Menschen kann es dadurch zu Schlaflosigkeit, Unruhe oder Herzrasen kommen.

Welche Nebenwirkungen können sich durch Antibiotika zeigen?

In der Regel gilt die VertrĂ€glichkeit von Antibiotika als gut. Trotzdem treten bei einigen Patienten unerwĂŒnschte Nebenwirkungen auf. Dazu gehören:

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Überempfindlichkeitsreaktionen oder allergische Reaktionen
  • AusschlĂ€ge auf der Haut
  • Candida-Pilzinfektionen wie Mundsoor oder Infektionen der Scheide
  • Kopfschmerzen
  • SchwindelgefĂŒhle
  • Funktionsstörungen von Leber oder Nieren
  • eine VerlĂ€ngerung des QT-Intervalls, die mit Herzrhythmusstörungen einhergeht
  • psychische Störungen
  • HörschĂ€den
  • Neuropathien

HÀufigkeit und Art der Nebenwirkungen richten sich nach dem jeweiligen PrÀparat sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Bedeutende Antibiotika

Es gibt eine Vielzahl an Antibiotika. Zu den wichtigsten zĂ€hlen Beta-Lactame wie Penicilline, Cephalosporine und Aminopenicilline. Seit 1992 hat sich ihr Anteil an den Tagesdosen bei der Verabreichung von Antibiotika erhöht. Dagegen ging der Anteil an Tetracyclinen kontinuierlich zurĂŒck. Durch Aminopenicilline wie Amoxicillin wurden Oralpenicilline weitgehend ersetzt.

Wichtige Antibiotika sind:

  • Amoxicillin
  • Cefuroxim
  • Ciprofloxacin
  • Doxycyclin
  • Azithromycin

Amoxicillin

Amoxicillin gehört zur Gruppe der Amoxicilline und stellt ein Breitband-Antibiotikum dar. Verglichen mit herkömmlichem Penicillin fĂ€llt sein Wirkungsspektrum bei speziellen Bakterien wie Gram-negativen StĂ€bchen breiter aus. Amoxicillin gilt als besser vertrĂ€glich bei der oralen Einnahme als frĂŒhere Aminopenicilline, sodass es hĂ€ufig ein Mittel der ersten Wahl ist.

Amoxicillin

Entwicklung von Amoxicillin

Den Ursprung von Amoxicillin bildete das 1928 von Alexander Fleming entwickelte Penicillin G. Bei Amoxicillin handelt es sich um einen Abkömmling von Penicillin G. Angeboten wurde es ab 1972. Seit 1981 ist das Antibiotikum auch in Deutschland erhÀltlich.

Wirkungsweise

Durch Amoxicillin wird das bakterielle Enzym Transpeptidase gehemmt. Das Aktivzentrum des Enzyms wird durch das Antibiotikum gebunden und irreversibel blockiert. Der Vorgang der Hemmung des wichtigen Enzyms bewirkt das unwiderrufliche Auflösen der Zellwand. Infolgedessen tritt das Absterben des Bakteriums ein.

Das als Tablette eingenommene Amoxicillin gilt als gut vertrĂ€glich und ist stabil der MagensĂ€ure gegenĂŒber.

Anwendungsgebiete von Amoxicillin

Zu den wichtigsten Indikationen von Amoxicillin zÀhlen:

  • eine Sinusitis (NasennebenhöhlenentzĂŒndung)
  • Infektionen der Harnwege
  • Atemwegsinfektionen
  • Infektionen der Gallenwege

Allerdings kann Amoxicillin nur dann wirken, wenn der verantwortliche Verursacher der Infektion auch zu seinem Wirkungsspektrum gehört. Geht die Infektion auf das Konto von Bakterien, die gegen Amoxicillin resistent sind oder von Pilzen, bleibt das Antibiotikum wirkungslos.

Darreichungsformen

Die Darreichung von Amoxicillin erfolgt in Form von Tabletten, die mit etwas FlĂŒssigkeit eingenommen werden. Bekannte MonoprĂ€parate sind:

  • Amoxypen
  • Amoxisel
  • Amoxibeta
  • Infectomox
  • Baktocillin
  • Jutamox

Dosierung von Amoxicillin

Die Gabe von Amoxicillin erfolgt in der Regel drei Mal pro Tag im Abstand von acht Stunden. Mitunter genĂŒgt es, das Antibiotikum zwei Mal tĂ€glich einzunehmen. FĂŒr eine bessere VertrĂ€glichkeit wird die Darreichung des PrĂ€parats zum Anfang einer Mahlzeit empfohlen.

Die vom Arzt vorgeschriebene Dosis und Dauer der Anwendung ist konsequent einzuhalten, damit keine Resistenz der Bakterien gegen Amoxicillin auftritt. Selbst bei Besserung der Beschwerden darf der Patient die Therapie nicht ohne Zustimmung des Arztes abbrechen.

Gegenanzeigen

Besteht eine Überempfindlichkeit gegen Amoxicillin oder andere Penicilline bzw. Cephalosporine, muss die Gabe des Antibiotikums unterbleiben. Im Gegensatz zu anderen Antibiotika kann bei Amoxicillin ohne Schwierigkeiten auch Milch genossen werden. Alkohol ist dagegen konsequent zu meiden.

Sofern eine Absprache mit dem Arzt erfolgt, ist es in der Regel möglich, Amoxicillin auch wÀhrend Schwangerschaft und Stillzeit darzureichen. Beim Stillen ist jedoch darauf zu achten, ob sich beim SÀugling eventuell Nebenwirkungen zeigen.

Nebenwirkungen durch Amoxicillin

Durch die Einnahme von Amoxicillin können manchmal unerwĂŒnschte Nebeneffekte auftreten wie:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • BeeintrĂ€chtigungen der Darmflora, denen sich zumeist durch die Gabe von Probiotika entgegenwirken lĂ€sst
  • Bauchschmerzen
  • Magendruck
  • Appetitlosigkeit
  • eine Infektion mit Candidapilzen wie Mundsoor, Hautpilzbefall oder Scheidenpilz
  • Hautausschlag
  • Juckreiz

Cefuroxim

Cefuroxim gehört der Gruppe der Beta-Lactam-Antibiotika an. Es zÀhlt zu den Cephalosporinen der zweiten Generation. Es weist eine bakterizide Wirkung auf und wird gegen verschiedene bakterielle Infektionen eingesetzt.

Cefuroxim

Wirkungsweise

Cefuroxim hat ein breites Wirkungsspektrum und geht vor allem gegen gramnegative StÀbchen wie Enterobakterien vor. Dazu gehören:

  • Salmonellen
  • Escherichia coli
  • Shigellen
  • Enterobacter
  • Klebsiellen
  • Citrobacter
  • Proteus

Weiterhin wirkt es im grampositiven Bereich gegen:

  • Streptokokken A und B
  • Pneumokokken
  • Staphylokokken

Andere Erreger, gegen die Cefuroxim vorgeht, sind:

  • Borrelia burdorferi
  • Haemophilus
  • Neisseria meningitidis
  • Neisseria gonorrhoeae
  • Moraxella catarrhalis

Die Wirkung von Cefuroxim geht auf das Hemmen der bakteriellen Zellwandsynthese zurĂŒck.

Indikationen

HĂ€ufigste Anwendungsgebiete von Cefuroxim sind bakterielle Infektionen wie:

  • eine Bronchitis
  • eine RachenentzĂŒndung (Pharyngitis)
  • eine NasennebenhöhlenentzĂŒndung (Sinusitis)
  • eine MittelohrentzĂŒndung (Otitis media)
  • eine KehlkopfentzĂŒndung (Laryngitis)
  • eine MandelentzĂŒndung (Tonsillitis)
  • eine LungenentzĂŒndung (Pneumonie)

Darreichungsformen und Dosierung von Cefuroxim

Angeboten wird Cefuroxim in Form von Filmtabletten, Tropfen, Injektionen oder Pulver, um eine Suspension herzustellen. Die ĂŒbliche Dosis fĂŒr Tabletten liegt bei zwei Mal 250 Milligramm pro Tag fĂŒr einen Zeitraum von 5 bis 10 Tagen. In manchen FĂ€llen kann aber auch eine höhere Dosis erforderlich sein, wie zum Beispiel bei einer akuten MittelohrentzĂŒndung.

Bekannte PrÀparate mit Cefuroxim sind Cefurox, Cefurax, Elobact sowie diverse Generika.

Gegenanzeigen

Nicht zur Anwendung geeignet ist Cefuroxim im Falle einer Überempfindlichkeit gegenĂŒber dem Wirkstoff oder andere Antibiotika, die zu den Cephalosporinen oder Beta-Lactam-Antibiotika zĂ€hlen. In Schwangerschaft und Stillzeit muss eine sorgfĂ€ltige AbwĂ€gung zwischen Risiko und Nutzen stattfinden.

Welche Nebenwirkungen weist Cefuroxim auf?

Cefuroxim kann einige unerwĂŒnschte Nebenwirkungen mit sich bringen wie:

  • Kopfschmerzen
  • Störungen des Blutbilds
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • SchwindelgefĂŒhle
  • Infektionen mit Candidapilzen
  • erhöhte Leberwerte
  • allergische Reaktionen in Form von juckenden HautausschlĂ€gen

Ciprofloxacin

Bei Ciprofloxacin handelt es sich um ein rein synthetisches Antibiotikum, das es in der Natur nicht gibt. FĂŒr die Entwicklung des Arzneistoffes zeichnete 1981 das Pharmaunternehmen Bayer verantwortlich. Ciprofloxacin gehört zur Gruppe der Chinolone.

Ciprofloxacin

Wirkungsmechanismus

Ciprofloxacin verfĂŒgt ĂŒber die FĂ€higkeit, die Bakterien an ihrer Vermehrung zu hindern. Zu diesem Zweck reduziert das Antibiotikum die Eigenschaften der Bakterien, neue DNA bilden zu können und die Zellen zu teilen, wobei es bedeutende Enzyme wie verschiedene DNA-Topoisomerasen sowie die Gyrase behindert. Durch die UnterdrĂŒckung der VorgĂ€nge, fĂŒr die die Enzyme verantwortlich sind, werden die Zellen der Bakterien an ihrer Teilung gehindert.

Allerdings kann Ciprofloxacin seine Wirkung nur bei Bakterien entfalten, bei denen eine Vermehrung erfolgt. Je grĂ¶ĂŸer die Rate der Vermehrung ausfĂ€llt, desto effizienter ist auch der Wirkungseffekt des Antibiotikums.

Anwendungsgebiete von Ciprofloxacin

Ciprofloxacin geht gegen verschiedene bakterielle Infektionen vor wie:

  • Harnwegsinfektionen durch Escherichia coli, Klebsiella und Proteus
  • Infektionen der Atemwege durch Moraxella catarrhalis
  • Magen-Darm-Infektionen durch Typhus, Shigellen, Salmonellen oder Campylobacter
  • eine Osteomyelitis oder zystische Fibrose durch Pseudomonas aeruginosa
  • zur Vorbeugung einer HirnhautentzĂŒndung in der Familie
  • eine einmalige Therapie von Tripper (Gonorrhoe)

Darreichungsformen und Dosierung

Zur Anwendung gelangt Ciprofloxacin im Form von Filmtabletten, Augensalbe, Augentropfen, Infusionen oder Ohrentropfen. In den meisten FĂ€llen erfolgt die Gabe als Tablette, die normalerweise zwei Mal pro Tag verabreicht wird. Dabei ist darauf zu achten, dass zur gleichen Zeit keine Milchprodukte oder kalziumhaltigen Lebensmittel verzehrt werden.

WĂ€hrend der Behandlung sollten sich die Patienten nicht fĂŒr lĂ€ngere Zeit dem Sonnenlicht aussetzen bzw. ausreichend Sonnenschutz verwenden, weil das Antibiotikum die Haut mitunter anfĂ€lliger fĂŒr Sonnenstrahlen macht.

GebrÀuchliche PrÀparate, die Ciprofloxacin enthalten, sind:

  • Ciprobay
  • Ciloxan
  • InfectoCipro
  • Panotile Cipro
  • Keciflox
  • verschiedene Generika

Gegenanzeigen

Nicht zur Darreichung eignet sich Ciprofloxacin, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff besteht. Gleiches gilt fĂŒr Kinder und Jugendliche, deren Wachstum noch nicht abgeschlossen ist. Auch wĂ€hrend Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf die Anwendung des Antibiotikums verzichtet werden.

Mögliche Nebenwirkungen durch Ciprofloxacin

Durch die Gabe von Ciprofloxacin sind unerwĂŒnschte Nebenwirkungen im Bereich des Möglichen wie:

  • Verdauungsprobleme
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitmangel
  • erhöhte Transaminasewerte
  • AusschlĂ€ge auf der Haut

Doxycyclin

Das Breitbandantibiotikum Doxycyclin gehört der Gruppe der Tetrazykline an. Es wirkt gegen zahlreiche Bakterien. Hervorgegangen ist Doxycyclin aus dem 1948 entdeckten Aureomycin. SpĂ€ter folgte Oxytetracyclin, dessen MolekĂŒlstruktur im Rahmen von Laborversuchen abgewandelt wurde. Daraus entwickelte sich schließlich Doxycyclin. Heute stellt es eines der gĂ€ngigsten und bekanntesten Tetrazyklin-Antibiotika dar.

Doxycyclin

Wirkung

Genau wie die anderen Tetracycline hemmt auch Doxycyclin das Wachstum der Bakterien. Dabei hindert das Antibiotikum die Keime am Ablesen von Erbgutinformationen, sodass sie keine Proteine herstellen können. Weil das Tetrazyklin sich nur auf Einzeller auswirkt, hat es auf die Zellen des Menschen keine Resonanz. Das Wachstum der Bakterien wird gestoppt und der Körper kann erfolgreich gegen die bakterielle Erkrankung vorgehen.

Anwendungsgebiete von Doxycyclin

Zu den Indikationen von Doxycyclin zÀhlen:

  • eine NasennebenhöhlenentzĂŒndung
  • Atemwegsinfektionen wie eine chronische Bronchitis
  • eine LungenentzĂŒndung durch Mykoplasmen
  • eine MittelohrentzĂŒndung
  • Erkrankungen der Haut wie Akne oder Rosacea
  • eine Prostatitis
  • Cholera
  • Malaria

Darreichungsformen

Verabreicht wird Doxycyclin in Form von Kapseln, Tabletten, Granulat oder Injektionen. Bekannte PrÀparate in Deutschland sind:

  • Doxyderma
  • Doxymono
  • Oraycea
  • Ambrodoxy
  • diverse Generika

Wie wird Doxycyclin dosiert?

Die Höhe der Doxycyclindosis hĂ€ngt vom Ausmaß der Erkrankung sowie von der Behandlungsdauer ab. Außerdem ist den Anweisungen des Arztes unbedingt Folge zu leisten. In den meisten FĂ€llen findet die Behandlung mit Doxycyclin ĂŒber einen Zeitraum von 5 bis 21 Tagen statt.

Im Normalfall wird das Antibiotikum als Tablette, Kapsel oder Retardkapsel verabreicht. Es stehen zudem Granulat, um eine Suspension herzustellen, sowie Brausetabletten zur VerfĂŒgung. Pro einzelne Dosis werden 50, 100 oder 50 Milligramm eingenommen.

Das PrĂ€parat sollte mit ausreichend Wasser zu einer Mahlzeit dargereicht werden. Auf diese Weise wird das Arzneimittel vertrĂ€glicher fĂŒr die Magen-Darm-Region. Bei der Gabe des Antibiotikums ist stets auf die gleiche Uhrzeit zu achten.

Gegenanzeigen

Nicht zur Behandlung geeignet ist Doxycyclin, wenn der Patient unter einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff leidet. Gleiches gilt fĂŒr schwere Funktionsstörungen der Leber sowie fĂŒr die Schwangerschaft.

Welche Nebenwirkungen sind durch Doxycyclin möglich?

Durch die Einnahme von Doxycyclin können verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Als hÀufigste Beschwerden gelten:

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Reizungen oder EntzĂŒndungen von Mund- und Rachenschleimhaut
  • Blut im Urin
  • Störungen der Blutgerinnung
  • allergische Reaktionen
  • Heiserkeit
  • Beschwerden beim Schlucken
  • Kopfschmerzen

DarĂŒber hinaus besteht durch die Behandlung eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Sonnenstrahlung und UV-Strahlen in Solarien. Dadurch drohen wiederum erhebliche HautschĂ€den. Es ist wegen der Lichtempfindlichkeit ratsam, wĂ€hrend der Behandlung auf SonnenbĂ€der oder Solariumsbesuche zu verzichten.

Azithromycin

Bei Azithromycin handelt es sich um ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Es dient zur Therapie von bakteriellen Erkrankungen von Haut und Atemwegen. Allgemein wird der antibiotische Wirkstoff als gut vertrÀglich eingestuft.

Entdeckt wurde Azithromycin 1979/80 von jugoslawischen Forschern des Zagreber Pharmaunternehmens Pliva. 1981 erfolgte die Patentierung des Antibiotikums, das ab 1988 in Osteuropa auf den Markt kam. Unter der Bezeichnung Zithromax fand ab 1991 auch die Verbreitung im westlichen Europa statt.

Wirkungsweise

Die Wirkung von Azithromycin beruht auf der Blockade der Eiweißsynthese der Bakterien. Dadurch kommt es zum Hemmen ihres Wachstums. Das menschliche Immunsystem kann dann leichter gegen die Krankheitserreger vorgehen und sie beseitigen.

Anwendungsgebiete von Azithromycin

Zur Anwendung kommt Azithromycin bei bakteriellen Erkrankungen wie:

  • EntzĂŒndungen der Bronchien
  • LungenentzĂŒndungen
  • RachenentzĂŒndungen
  • entzĂŒndeten Mandeln
  • einer MittelohrentzĂŒndung
  • NasennebenhöhlenentzĂŒndungen
  • Hautinfektionen
  • Wundinfektionen
  • genitalen Chlamydieninfektionen

Darreichungsformen

Verabreicht wird Azithromycin in Form von Filmtabletten, Granulat oder Pulver fĂŒr eine Suspension. Zu den bekanntesten PrĂ€paraten gehören:

  • InfectoAzit
  • Azyter
  • Zithromax
  • verschiedene Generika

Dosierung von Azithromycin

In den meisten FĂ€llen findet die Einnahme von Azithromycin in Tablettenform vor oder wĂ€hrend einer Mahlzeit statt. Suspensionen mĂŒssen nĂŒchtern verabreicht werden. In der Regel erfolgt ĂŒber einen Zeitraum von drei Tagen die Gabe von 500 Milligramm Azithromycin, um Infektionen an Atemwegen, Mittelohr oder Haut zu behandeln.

Gegenanzeigen

Von einer Anwendung von Azithromycin ist abzusehen, wenn der Patient unter einer Überempfindlichkeit gegen das Antibiotikum leidet. Vorsicht ist zudem bei der gleichzeitigen Gabe von anderen Medikamenten wie Astemizol, Mutterkornalkaloiden oder Alfentanil geboten.

Nebenwirkungen durch Azithromycin

Es kann durch die Darreichung von Azithromycin gelegentlich zu unerwĂŒnschten Nebenwirkungen kommen. Dabei handelt es sich zumeist um:

  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitmangel
  • Kopfschmerzen
  • allergische Reaktionen
  • MĂŒdigkeit
  • Candida-Pilzinfektionen

Was gibt es vor der Anwendung von Antibiotika zu beachten?

Verordnet der Arzt ein Antibiotikum, ist es ratsam, ihm einige Fragen dazu zu stellen. So sollte er den Patienten darĂŒber informieren, warum er das Arzneimittel benötigt, wie lange er es darreichen muss und wie oft es am Tag einzunehmen ist. Von Interesse sind außerdem mögliche Nebenwirkungen, ob die Gabe zusammen mit einer Mahlzeit oder besser zu einem anderen Zeitpunkt erfolgen sollte und ob eventuell negative Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bestehen. Bei der Einnahme von Antibiotika ist es grundsĂ€tzlich wichtig, sich konsequent an die vorgegebenen Einnahmezeiten zu halten. Das Antibiotikum muss bis zum vorgeschriebenen Ende der Therapie verabreicht werden. Das gilt auch dann, wenn sich die Beschwerden deutlich gebessert haben. Prinzipiell sollte kein Antibiotikum eingenommen werden, dass fĂŒr andere Patienten bestimmt ist, selbst wenn die Beschwerden Ă€hnlich ausfallen. Kommt es zu Nebenwirkungen, sind diese dem Arzt mitzuteilen.

Wann ist von einer Antibiotikaresistenz die Rede?

Ein zunehmendes Problem bei Behandlungen mit antibiotischen Medikamenten ist die Antibiotikaresistenz. Von einer Resistenz sprechen Mediziner, wenn es den Bakterien gelingt, fĂŒr einen Schutz gegen Antibiotika zu sorgen. Das bedeutet, dass sie unempfindlich gegen die EinflĂŒsse der Arzneimittel werden und diese nicht mehr wirken. Bilden sich Resistenzen gegen mehrere Antibiotikaklassen zur selben Zeit, liegt eine Multiresistenz vor. Weil sich dann in manchen FĂ€llen Infektionen nicht mehr wirksam behandeln lassen, muss auf sogenannte Reserveantibiotika zurĂŒckgegriffen werden. HĂ€ufigste GrĂŒnde fĂŒr das Entstehen einer Antibiotikaresistenz sind eine zu hĂ€ufige Gabe der Medikamente oder wenn sie zu niedrig dosiert werden. Gleiches gilt bei einem zu frĂŒhen Abbrechen der Antibiotika-Therapie. Dadurch können die Bakterien Zeit gewinnen, was ihnen wiederum die Möglichkeit verschafft, Strategien fĂŒr ihr Überleben zu entwickeln.

Können Antibiotika auch Allergien auslösen?

Es ist durchaus möglich, dass antibiotische Wirkstoffe Allergien verursachen. In der Medizin ist dann von einer HypersensivitĂ€tsreaktion die Rede. Die allergischen Reaktionen setzen entweder unmittelbar oder erst nach einigen Tagen ein. Bemerkbar machen sich die allergischen Reaktionen durch AusschlĂ€ge auf der Haut, örtliche Schwellungen, Exantheme oder Angiödeme. Wird das Antibiotikum wieder abgesetzt, gehen auch die allergischen Beschwerden wieder zurĂŒck. Im Extremfall ist aber auch ein gefĂ€hrlicher allergischer Schock im Bereich des Möglichen.

Lassen sich Antibiotika auch wÀhrend der Schwangerschaft einnehmen?

Ob eine antibiotische Behandlung wĂ€hrend der Schwangerschaft durchfĂŒhrbar ist, muss stets der behandelnde Arzt entscheiden. So eignen sich nicht alle Antibiotika fĂŒr eine Anwendung in diesem Zeitraum. Dennoch sind ausreichend antibiotische Arzneimittel fĂŒr die Schwangerschaft verfĂŒgbar, die sich bedenkenlos einnehmen lassen, ohne dem ungeborenen Kind zu schaden.

Welche Kontraindikationen bestehen gegen die Darreichung von Antibiotika?

Es liegen auch verschiedene Gegenanzeigen gegen die Anwendung von Antibiotika vor. Sie hĂ€ngen von dem jeweiligen PrĂ€parat, das verabreicht wird, ab. Zu den hĂ€ufigsten Kontraindikationen zĂ€hlt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, die auch verwandte Substanzen betreffen kann. Manche Antibiotika eignen sich außerdem nicht fĂŒr Jugendliche und Kinder, andere sind wiederum nicht wĂ€hrend der Schwangerschaft und Stillzeit anwendbar.