Gesunde Haare und Nägel: Krankheiten und Ursachen

Jeder fünfte Mensch leidet unter brüchigen Fingernägeln oder spröden Haaren und Haarausfall. Eine neue Broschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. klärt über Ursachen und Behandlungsmethoden auf.

Volles, glänzendes Haar und schöne, feste Nägel sind Ausdruck von Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden und gehören zu einem gepflegten Erscheinungsbild einfach dazu. Kein Wunder, dass vor allem Frauen darunter leiden, wenn ihre Haare dünn, spröde oder glanzlos sind und die Fingernägel splittern. Von Haut- und Haarproblemen sind fast 20 Prozent der Bevölkerung betroffen.

Die zahlreichen Ursachen, die für Strukturschäden und Wachstumsstörungen von Haaren und Nägeln verantwortlich sein können, gilt es abzuklären – doch die wenigsten Betroffenen suchen einen Arzt auf oder lassen sich in der Apotheke beraten. Stattdessen probieren sie auf eigene Faust verschiedene Mittel aus, die das Übel jedoch nur selten an der Wurzel packen und entsprechend wirkungslos sind.

Das Übel an der Wurzel packen

  • Strukturschäden und Wachstumsstörungen von Haaren und Nägeln sollten nicht als kosmetisches Problem verharmlost werden.

Dazu muss man wissen, dass Haare und Nägel tief in den unteren Hautschichten produziert und mit Nährstoffen versorgt werden und dort auch Wachstumsimpulse erhalten. Ob Haare und Nägel gesund sind und auch so aussehen, entscheidet sich im Körperinneren – die sichtbaren Teile von Haaren und Nägeln sind kaum mehr zu beeinflussen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich in sein Schicksal fügen muss. Im Gegenteil: In fast allen Fällen lässt sich die Qualität von Haaren und Nägeln verbessern, wenn man der Ursache auf den Grund geht.

Mögliche Grunderkrankungen

Bei hartnäckigen oder sogar dauerhaften Haar- und Nagelproblemen empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren. Manchmal steckt eine Erkrankung hinter den Wachstumsstörungen. Zu den häufigsten Krankheiten, die sich negativ auf die Gesundheit von Haaren und Nägeln auswirken, gehören Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Psoriasis und Nagelpilz, wobei die drei letzteren Erkrankungen vor allem die Nägel betreffen.

Körperliche Veränderungen

Ein weiterer Ursachenkomplex betrifft körperliche Veränderungen, die ebenso wie unser Lebensstil Einfluss auf unseren hormonellen Status, unseren Körper allgemein sowie Haare und Nägel im Speziellen haben. Typische Phasen, die mit derlei Veränderungen einhergehen, sind Schwangerschaft und Stillzeit, Wechseljahre, das Alter und länger andauernde Situationen, in denen wir großer physischer oder psychischer Belastung ausgesetzt sind.

Äußere Einflüsse

Auch äußere Einflüsse wirken sich auf die Beschaffenheit von Haaren und Nägeln aus. So, wie eine Unterversorgung mit Nährstoffen Mangelerscheinungen hervorrufen kann, können auch bestimmte Medikamente diese Nebenwirkungen verursachen. Chemikalien und andere schädliche Substanzen greifen Haare und Nägel ebenfalls an.

Je nach Ursache der Haar- und Nagelprobleme erfolgt die Behandlung. Bei einer den Strukturschäden zugrunde liegenden Erkrankung besteht diese natürlich in deren Therapie. Das erfordert viel Ausdauer, Disziplin und Achtsamkeit. Auch wenn eine Heilung nicht immer möglich ist, lassen sich die Beschwerden in der Regel jedoch lindern. Am einfachsten ist es, schädlichen Einflüssen und Substanzen aus dem Weg zu gehen, zum Beispiel durch entsprechende Schutzkleidung oder die Nutzung alternativer Produkte.

Vitamin H – das Schönheitsvitamin

Unabhängig vom jeweiligen Auslöser ist eine Kur mit Vitamin H empfehlenswert, da dieses eine wichtige Rolle für die Erneuerung und Qualität von Haaren und Nägeln spielt. Vitamin H ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt und beeinflusst das Zellwachstum. Vor allem aber fördert Vitamin H den Aufbau von Keratin – Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln – und kräftigt deren Struktur. Es verbessert die Haarqualität und unterstützt die Bildung weiterer Haarstränge, wodurch das Haar dicker wird. Einen vergleichbaren Effekt hat Vitamin H auf die Nägel, die durch die Einnahme fester und kräftiger werden.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin H kann weder über die Ernährung noch über Nahrungsergänzungsmittel sichergestellt werden. Das gelingt nur mit Arzneimitteln, die mindestens sechs Monate lang eingenommen werden, da auch Vitamin H – wie eingangs erläutert – nur auf nachwachsende Haare und Nägel Einfluss hat.